Wo zeigt deine Anlage hin — und in welchem Winkel? Diese zwei Entscheidungen bestimmen bis zu 40 % deines Jahresertrags. Wir zeigen dir mit echten Daten, welche Position für dich die beste ist.
Die Himmelsrichtung deines Balkons entscheidet, wie viel Sonne deine Anlage über den Tag bekommt. Süden ist optimal, aber Ost und West verlieren nur 10–15 %. Nur Nord ist wirklich problematisch — da kommen meist nicht mehr als 55 % heraus.
Süd + 30° Neigung = optimaler Ertrag. Aber: Ost oder West ist nur 10–15 % schlechter — kein Grund, den Kauf zu verschieben.
Wer ohnehin Süd-Balkon hat, bekommt das Maximum. Wer keinen Süd-Balkon hat: trotzdem kaufen, Ost und West rechnen sich immer noch deutlich. Nur bei reinem Nord-Balkon solltest du nochmal nachdenken.
Mit realistischen Jahres-Ertragsdaten für eine 800-W-Anlage in Mitteleuropa.
Die Werte gelten für eine 800-W-Anlage mit 30°-Neigung in Mitteldeutschland. In Süddeutschland addieren sich etwa 10 %, in Norddeutschland subtrahieren sich 10 %. Bei senkrechter Montage (Balkongeländer) sind alle Werte etwa 10–15 % niedriger.
Der Neigungswinkel ist der zweitwichtigste Faktor. 30° sind das Optimum für Deutschland.
Sommer top, Winter schwach. Wasser und Schnee bleiben liegen — ungeeignet.
~ 88 %Beste Jahresbilanz. Selbstreinigung durch Regen. Empfohlen für Deutschland.
100 %Etwas weniger Sommer, dafür mehr Winterertrag. Gut bei niedrigem Sonnenstand.
~ 96 %Typische Balkongeländer-Montage. Schwächster Ertrag, aber alltagstauglich.
~ 75 %Wie wirken beide Faktoren zusammen? Werte in Prozent vom Maximalertrag.
Quelle: PVGIS-Datenbank für Mitteleuropa (52° Breitengrad, München/Frankfurt-Niveau). Werte beziehen sich auf 800-W-Anlage im Jahresdurchschnitt.
Was Käufer oft erst nach dem Kauf merken — wir verraten's vorher.
Apps wie "Sun Surveyor" oder "Solar Path" zeigen kostenlos, wie die Sonne über den Tag und das Jahr an deinem Balkon verläuft. Macht aus einer Ahnung Gewissheit.
Stell dich auf deinen Balkon, schau geradeaus und nutz die Handy-Kompass-App. Sie zeigt dir exakt in Grad, wohin dein Balkon zeigt. Nord = 0°, Ost = 90°, Süd = 180°, West = 270°.
Die Sonne wandert über den Tag. Eine leichte Abweichung von 30–45° vom direkten Süden kostet nur 3–5 % Ertrag. Süd-Ost-Balkone sind praktisch genauso gut wie reine Süd-Balkone.
An Balkongeländern montierst du meist senkrecht (90°). Das kostet zwar 25 % Ertrag — ist aber für die meisten Mieter die einzige Option. Mit Aufständerung gewinnt man deutlich.
Wer auf Garagendach oder Garten Module aufstellt, holt mit 30°-Aufständerung deutlich mehr raus als senkrecht. Aluminium-Aufständer kosten 50–100 € und amortisieren sich in 1–2 Jahren.
Ein Süd-Balkon mit Baum davor ist schlechter als ein Ost-Balkon ohne Schatten. Beobachte mehrere Tage, wann wirklich Sonne auf den Balkon fällt — die theoretische Richtung sagt nicht alles.
Selbst eine 55-%-Anlage (Nord) produziert in Mitteldeutschland über 500 kWh pro Jahr. Das sind ca. 130 € Ersparnis. Über 25 Jahre macht das 3.250 € — der Kaufpreis ist meist deutlich darunter. Wer keinen Süd-Balkon hat, sollte trotzdem zugreifen.